Was bedeuten die Buchstaben und Zahlen in der Flugnummer und auf dem Flugticket
Was die Flugnummer bedeutet
Jeder Flug hat eine Nummer: 2-3 Buchstaben plus Ziffern. EK1, LH400, BA115.
Die Buchstaben sind der international zugewiesene Code der Airline:
EK – Emirates,
LH – Lufthansa,
TK – Turkish Airlines,
SQ – Singapore Airlines.
Diese Codes vergibt die IATA – und sie sind einmalig: Zwei Airlines mit demselben Code gibt es nicht.
Du kannst die vollständige Liste der Airlines mit IATA-Codes nachschlagen – über 1.000 Carrier.
Die Ziffern nach dem Code stehen für die Streckennummer. Bei den meisten großen Carriers bekommen Abflüge vom Heimatflughafen ungerade Nummern, Rückflüge gerade. Emirates EK1 fliegt Dubai nach London Heathrow, EK2 zurück. Das ist kein verbindliches Regelwerk, sondern eine interne Konvention der Airlines. Emirates, Turkish Airlines, British Airways und die meisten anderen halten sich daran.
Jede Airline hat ihren eigenen Heimatflughafen: Frankfurt bei Lufthansa, Dubai bei Emirates, Atlanta bei Delta, London Heathrow bei British Airways, Singapore Changi bei Singapore Airlines. Die Liste der größten Flughäfen der Welt – mit Erklärung der Codes.
Dieselbe Flugnummer wird täglich oder mehrmals pro Woche genutzt. EK1 am Montag und EK1 am Mittwoch sind zwei verschiedene physische Flüge – unterschieden wird durch das Abflugdatum. Status und aktuellen Stand eines bestimmten Fluges findest du im Flugtracker per Nummer.
Codesharing: ein Flugzeug, zwei Nummern
Du hast ein Ticket LH716 Frankfurt – Tokio gekauft, steigst ins Flugzeug – und auf dem Leitwerk prangt das Logo einer anderen Airline: ANA. Das ist Codesharing: Lufthansa hat dir einen Platz auf Flug NH224 verkauft, der physisch von ANA durchgeführt wird – unter dem eigenen Code LH. Ein Flieger, zwei Nummern.
Auf der Bordkarte steht immer operated by. Diese Zeile ist wichtiger als der Code, mit dem du gebucht hast. Der Check-in läuft in der Regel beim Carrier, der den Flug tatsächlich durchführt – Verpflegung, Freigepäck und Online-Check-in richten sich nach dessen Regeln.
Steht auf der Abflugtafel oder in deiner Buchungsbestätigung „Operated by ANA”, gehst du beim Check-in zum ANA-Schalter – nicht zu Lufthansa. Zusatzleistungen buchst du ebenfalls über das System des durchführenden Carriers. Ausnahmen gibt es an großen Hubs, wo beide Airlines einen gemeinsamen Allianz-Schalter betreiben – dort wird nach beiden Codes eingecheckt.
Codesharing und Interline werden häufig verwechselt. Beim Interline verkaufen zwei Carrier gemeinsam ein Ticket für eine Verbindung mit Umstieg – jeder Flug hat seine eigene Nummer, sein eigenes Flugzeug, seinen eigenen Check-in. Beim Codesharing hat ein einziger physischer Flug gleichzeitig zwei Nummern.
Beim Kauf von Flugtickets auf manchen Portalen wird Codesharing manchmal als Umstieg angezeigt. Auf der Strecke Frankfurt – Tokio kann LH716 mit einem „Umstieg” auf NH224 in Tokio auftauchen – mit fünf Minuten Unterschied. Es gibt keinen Umstieg: Das ist ein und dasselbe Flugzeug unter zwei Nummern, und ein physischer Wechsel von LH auf NH ist schlicht unmöglich.
Erkennungsmerkmal: Prüfe Zeit und Flughafen. Starten beide Flüge fast gleichzeitig vom selben Flughafen zum selben Ziel, ist das Codesharing – kein Umstieg. Eine Verbindung mit 10-15 Minuten Umstiegszeit gibt es nirgendwo auf der Welt: Das Minimum liegt bei 45-60 Minuten, selbst an den schnellsten Hubs.
Im Zweifel: Gib beide Nummern nacheinander in den Tracker ein. Du kannst zum Beispiel die Daten zu LH716 aufrufen und mit NH224 vergleichen. Stimmen Flugzeugtyp, Abflugzeit und Route überein, ist es dasselbe Flugzeug.
Wie man ein Flugticket liest
Was du vor dem Abflug ausdruckst, ist kein Ticket – sondern eine Buchungsbestätigung. Das eigentliche Ticket ist ein Datensatz im Buchungssystem der Airline: Amadeus, Sabre oder Galileo. Darüber findet der Check-in-Schalter deinen Platz, deine Verpflegung, dein Gepäck, deinen Status und alle verknüpften Segmente.
PNR und Ticketnummer
In der Bestätigung gibt es zwei wichtige Zeilen: PNR und ETKT.
PNR (Passenger Name Record) – ein sechsstelliger Code wie X7KQ4M. Das ist der Eintrag im Buchungssystem. Der Check-in-Schalter ruft damit sofort alles über dich ab. Ein PNR gilt für eine Buchung: Bei einem Umstieg mit zwei verschiedenen Airlines ohne Codesharing hat jedes Segment seinen eigenen PNR.
ETKT (Electronic Ticket Number) – die dreizehnstellige Ticketnummer, die mit dem dreistelligen IATA-Code der Airline beginnt. Bei Lufthansa starten Ticketnummern mit 220, bei Emirates mit 176, bei Turkish Airlines mit 235. Der ETKT wird benötigt, wo der Agenturen-PNR nicht funktioniert – etwa bei Änderungen über das Callcenter der Airline.
Ticket über einen Aggregator oder ein Reisebüro gebucht? Das Reisebüro hat seinen eigenen Buchungscode – der funktioniert auf der Airline-Website nicht. Für den Online-Check-in brauchst du den Code der Airline selbst. Der steht meist in einer zweiten Bestätigungs-E-Mail des Aggregators, oder du fragst ihn direkt beim Reisebüro an. Viele Aggregatoren schicken ihn automatisch innerhalb einer Stunde nach dem Kauf.
Fare Basis – der Tarifcode
Eine Zeichenfolge wie YOWUS, KRTOW oder BLXAP ist der Fare Basis, also der Tarifcode. Er verschlüsselt die Rückgabe- und Umbuchungsbedingungen, die Meilengutschrift und das Recht auf ein Upgrade. Er lässt sich abschnittweise entschlüsseln.
| Code-Teil | Bedeutung |
|---|---|
| Y am Anfang | Economy-Class-Tarif |
| J oder C am Anfang | Business Class |
| F am Anfang | First Class |
| OW im Code | One Way – Einzelticket |
| RT im Code | Round Trip – Hin- und Rückflug |
| NR oder N | Non-refundable – nicht erstattungsfähig |
| XO oder X | No stopover – ohne Zwischenstopp |
| AP im Code | Advance Purchase – mit Strafgebühr bei spätem Kauf |
| SE | Senior – für Senioren |
| CH | Child – Kindertarif |
Der Fare Basis entscheidet, ob du das Ticket umbuchen kannst, ob du Meilen in voller Höhe gutgeschrieben bekommst und ob du ein Upgrade gegen Punkte beantragen kannst. Zwei Tickets in derselben Economy-Reihe können unterschiedliche Fare Basis haben: eines erstattungsfähig für 150 $, eines nicht erstattungsfähig für 60 $. Der Preisunterschied im selben Economy-Kabinen auf einem Flug kann dadurch das Vier- bis Fünffache betragen.
Gepäckcodes
Das Freigepäck im Ticket ist als 1PC, 2PC (1 oder 2 Gepäckstücke) oder 23K, 30K (Gewicht in Kilogramm) angegeben. Amerikanische Airlines zählen nach Stück, europäische und asiatische meist nach Kilogramm. NIL oder 0PC bedeutet: kein aufgegebenes Gepäck inklusive, nur Handgepäck.
Der IATA-Standard für Handgepäck liegt bei 55 × 40 × 20 cm, bis 7-8 kg. Aber jede Airline hat eigene Regeln. Ryanair erlaubt 10 kg und kontrolliert die Maße am Gate. Emirates erlaubt 7 kg in der Economy und 10 kg in der Business Class. Wizz Air lässt beim Basistarif nur eine kleine Tasche unter dem Sitz zu – alles Größere kostet 25-50 € Aufpreis am Gate.
Buchungsklassen: was Y, B, Q und die anderen Buchstaben bedeuten
Cabin Class und Booking Class sind zwei verschiedene Dinge. Cabin Class ist die physische Kabine: Economy, Premium Economy, Business, First – drei oder vier Optionen. Booking Class ist ein Buchstabe im Buchungscode, und davon gibt es innerhalb einer einzigen Economy 8-12 Stück.
Jeder Buchstabe ist ein eigenes Tarifsegment mit eigenen Regeln. Die Airline verkauft Plätze in derselben Economy-Kabine unter verschiedenen Buchstaben, zu unterschiedlichen Preisen und Konditionen. Dieses System heißt Revenue Management: Je näher der Abflug und je höher die Nachfrage, desto niedriger die verfügbaren Klassen – und desto höher der Preis.
| Buchstabe | Kabine | Bedeutung |
|---|---|---|
| F | First Class | Volltarif First Class |
| A | First Class | Ermäßigter First-Class-Tarif |
| J | Business | Volltarif Business, 150 % Meilen |
| C, D, I | Business | Ermäßigte Business-Tarife, 100-125 % Meilen |
| W | Premium Economy | Volltarif Premium Economy |
| Y | Economy | Volltarif Economy, 100 % Meilen |
| B, H, K | Economy | Mittlere Tarife, 75-100 % Meilen |
| Q, T, L, V | Economy | Günstige Tarife, 50-75 % Meilen |
| N, O, G | Economy | Mindesttarife, 25-50 % Meilen, meist nicht erstattungsfähig |
Die genauen Prozentsätze variieren je nach Airline. Bei Lufthansa bringt Klasse G in der Economy 25 % Miles & More-Meilen, Klasse Y dagegen 150 %. Frankfurt – New York (LH400) in der Economy ergibt entweder 1.500 oder 9.000 Meilen – je nachdem, welche Buchungsklasse im Ticket steht. Der Preisunterschied zwischen beiden kann nur 40-80 $ betragen, der Meilenunterschied ist sechsfach.
Auf der Bordkarte – ein Buchstabe neben der Flugnummer oder im Feld „Class”. In den Buchungsdetails auf der Airline-Website – im Bereich „Fare details” oder „Tarifinformationen”.
Y up: automatisches Upgrade beim Kauf von Y
Bei einigen amerikanischen Airlines gibt es das Prinzip „Y up” oder „K up”: Du kaufst den teuersten Economy-Tarif (Y oder B), und das System wandelt ihn automatisch in einen Business-Class-Platz um. American Airlines, Hawaiian und ANA nutzen dieses Modell auf bestimmten Strecken. Der Preis liegt meist 30-40 % unter dem direkten Business-Kauf, und die Meilen werden wie für ein volles Y gutgeschrieben.
Diese Tarife direkt zu finden ist schwierig – sie sind oft nur über Firmenbuchungskanäle und Reisebüros verfügbar. Auf regulären Buchungsportalen erscheinen sie manchmal als „Discount Business” oder „Y Up Business”.
Wie Upgrades funktionieren
Ein Upgrade gegen Geld oder Meilen ist nicht aus jedem Tarif möglich. Airlines legen fest, welche Buchungsklassen für Upgrades zugelassen sind – diese Regeln sind direkt in den Bedingungen der Vielfliegerprogramme verankert. Turkish Airlines upgradet nicht aus den Klassen Q, L, T, V, X. Emirates nicht aus den Tarifen O und N. Lufthansa nicht aus K, L, S, W, V in der Economy sowie Z, P, G in der Premium Economy.
Meilen-Upgrades laufen so ab:
- Antrag über Website oder App stellen – 24 Stunden vor Abflug oder früher
- Die Airline prüft, ob freie Plätze in der speziellen Upgrade-Buchungsklasse verfügbar sind (meist I für Business, A für First)
- Gibt es keine freien Plätze, kommt eine Absage – auch bei 500.000 Meilen auf dem Konto
- Das beste Zeitfenster für den Antrag liegt 3-7 Tage vor Abflug, wenn das System Upgrade-Plätze freigibt
Kostenlose Status-Upgrades gibt es wirklich – aber ohne Garantie. Lufthansa HON Circle steht vor Senator, Senator vor Frequent Traveller. Emirates Platinum Skywards und Singapore PPS Club funktionieren in ihren Programmen genauso. Die Upgrade-Liste wird 2-6 Stunden vor Abflug erstellt, wenn klar wird, ob die Business Class ausgebucht ist.
Kabinenklassen: was hinter den Namen steckt
Klassennamen sind nicht standardisiert. „Business” bei Singapore Airlines auf dem A380 ist ein flaches Bett mit Tür. „Business” bei British Airways auf kurzen Europarouten ist ein normaler Economy-Sitz mit blockiertem Mittelplatz. Der Unterschied in Komfort und Preis ist zehnfach – bei identischer Bezeichnung.
Economy Class
Der entscheidende Parameter ist der Seat Pitch – der Abstand zwischen einem Sitz und demselben Punkt der nächsten Reihe. Bei Billigfliegern: 71-74 cm (28-29 Zoll). Bei Full-Service-Airlines: 79-81 cm (31-32 Zoll). Der Unterschied von 7-10 cm macht sich auf einem Flug über 8 Stunden deutlich bemerkbar: Die Beine passen entweder vernünftig rein oder stoßen gegen die Vorderlehne.
Konkrete Werte nach Carrier:
- Ryanair: Seat Pitch 76 cm, Sitze nicht verstellbar
- Wizz Air: 76 cm, nicht verstellbar
- Lufthansa Economy Langstrecke: 79 cm
- Singapore Airlines auf dem A350: 81 cm. Auf SQ22 Singapur – Newark (längster Nonstop der Welt, über 18 Stunden) – gleicher Pitch, aber die Kabine besteht nur aus Economy und Premium Economy
- JAL auf dem 777-300ER: 84 cm in der Economy-Kabine Sky Wider
Premium Economy
Premium Economy wurde Anfang der 2000er-Jahre als eigenständige Klasse bei British Airways und Virgin Atlantic eingeführt. Heute bieten die meisten Full-Service-Carrier sie auf Langstrecken an. Die Sitze sind 5-7 cm breiter, Seat Pitch 96-107 cm, separate Kabine, manchmal eigenes Menü und Priority Boarding. Der Preis liegt meist beim Zwei- bis Dreifachen des günstigsten Economy-Tickets – aber beim Halb- bis Drittpreis der Business Class.
Am besten ist diese Klasse bei Japan Airlines, Air France und ANA umgesetzt. Bei europäischen Billigfliegern und in den USA bedeutet Premium Economy oft nur mehr Beinfreiheit – ohne separate Kabine.
Business Class
Auf Langstrecken ist der Standard in der Business Class ein Flat Bed mit 180-190 cm Länge. Sitzbreite bei den meisten Anbietern 50-60 cm, bei Premium-Produkten 70-80 cm. Qatar Airways QSuites auf dem A350 und 777 ist die einzige Business Class mit Tür und der Möglichkeit, zwei benachbarte Sitze zu einem gemeinsamen Bett für Paare zusammenzuschieben.
Auf kurzen Europaflügen ist „Eurobusiness” ein normaler Economy-Sitz mit blockiertem Mittelplatz, etwas besseres Essen, separater Check-in und Priority Boarding. Bei Lufthansa, Air France, KLM, Iberia und ITA Airways auf innereuropäischen Strecken sind es physisch dieselben Sitze wie in der Economy. 200-400 $ mehr dafür zu zahlen – etwa auf Berlin – Rom – lohnt sich nur für Status-Meilen oder Umsteigepriorität.
Bei manchen älteren Flugzeugen ist die Business Class ein angled flat: Der Sitz klappt aus, liegt aber leicht schräg, sodass man im Schlaf nach unten rutscht. Real flat bed bedeutet echte Horizontallage wie ein Bett. Vor dem Kauf einer Business-Class-Buchung lohnt ein Blick auf SeatGuru oder Aerolopa: Welches Flugzeug fliegt auf dieser Strecke konkret? Auf derselben Route kann eine Airline verschiedene Maschinen mit unterschiedlichen Konfigurationen einsetzen.
First Class
First Class gibt es noch bei einigen Airlines auf Flaggschiff-Routen:
- Lufthansa – F auf A380 und 747-8: 8 Suite-Sitze mit 80 cm Breite, Seat Pitch 200 cm, separater Bereich in München und Frankfurt
- Emirates First Class Suite auf dem A380: geschlossene Kabine mit Tür, auf dem A380 in einer Konfiguration mit eingebautem Duschbereich
- Singapore Airlines Suites auf dem A380: separate geschlossene Kabine mit Sessel und eigenem Bett, mehr Platz als eine normale Business Suite
- ANA The Suite auf dem 777-300ER auf den Strecken NRT – JFK und NRT – LHR
- Japan Airlines First auf dem 777-300ER: 8 geschlossene Kabinen
- Cathay Pacific First auf dem 777-300ER: 6 Kabinen mit rund 90 cm Breite
Qatar Airways hat die First Class auf den meisten Strecken abgeschafft und setzt stattdessen auf QSuites in der Business Class. Air France behält La Première nur auf wenigen 777-300ER-Maschinen. British Airways hat First auf dem A380 und 777-300ER – zum Beispiel auf BA115 London – New York JFK.
Siehe auch: Der beste Sitzplatz im Flugzeug hängt vom Flug ab – nicht vom Glück.
Was du damit in der Praxis anfangen kannst
Buchungsklassen kennen spart in drei Situationen Geld.
Meilen sammeln. Prüf den Fare Basis vor dem Kauf auf der Airline-Website, nicht nur auf dem Aggregator. Ein Unterschied von 20-30 $ zwischen Klasse G und K kann +50 % Meilen bedeuten. Auf einem Transatlantikflug sind das 2.000-3.000 Meilen Differenz – die sich in einen Teil eines künftigen Upgrades verwandeln lassen.
Ticketflexibilität. Wenn sich Pläne ändern könnten: Ein nicht erstattungsfähiger N-Tarif spart anfangs 50 $, kostet aber 200-400 $ Strafgebühr bei einer Datumsänderung. Tarif B oder H derselben Airline auf demselben Flug erlaubt oft eine kostenlose Umbuchung – das muss man vor dem Kauf prüfen, nicht danach.
Codesharing und Umstieg. Beim Kauf einer Verbindung mit zwei Flugnummern: Prüf den Operating Carrier vor der Zahlung. Er bestimmt Online-Check-in, Freigepäck und Sonderverpflegung. Wenn du eine Glutenunverträglichkeit hast und mit LH unter dem ANA-Code fliegst – bestell das Essen über das ANA-System, sonst ist es an Bord nicht vorhanden.
Airline-PNR – das ist der funktionierende Code für den Online- und Airport-Check-in. Wenn du über ein Reisebüro gebucht hast, frag diesen Code sofort nach dem Kauf an – nicht eine Stunde vor dem Abflug. Den Buchungscode des Reisebüros akzeptiert der Airline-Schalter in den meisten Fällen nicht.
Häufige Fragen
Das ist Codesharing: Du hast das Ticket bei einer Airline gekauft, aber den Flug führt physisch eine andere durch. Check-in, Verpflegung und Service an Bord richtet sich nach dem durchführenden Carrier – dem, der nach „operated by” steht. Den Check-in-Schalter suchst du nach ihm, nicht nach der Airline, bei der du gebucht hast.
Bei verschiedenen Airlines – ja. EK100 (Emirates) und LH100 (Lufthansa) sind zwei unterschiedliche Flüge mit denselben Ziffern, aber verschiedenen Codes. Innerhalb einer Airline wird dieselbe Flugnummer täglich genutzt, wobei es sich um physisch verschiedene Flüge handelt – unterschieden durch das Abflugdatum.
Y ist der volle, uneingeschränkte Economy-Tarif. Umbuchung und Rückgabe ohne Strafgebühr, 100 % oder mehr Meilen, Upgrade-Option gegen Punkte. Deshalb kostet Y zwei- bis fünfmal so viel wie der günstigste Economy-Tarif auf demselben Flug. Geschäftsreisende und ernsthafte Meilensammler kaufen genau diesen Tarif.
Auf der Bordkarte – ein Buchstabe neben der Flugnummer oder im Feld „Class”. In den Buchungsdetails auf der Airline-Website – im Bereich „Fare details” oder „Tarifinformationen”. Bei Käufen über Aggregatoren wie Skyscanner ist die Information in den Suchergebnissen oft versteckt – du musst über den PNR auf die Airline-Website wechseln.
Physisch sitzt du in derselben Kabine. Aber indirekt – ja. Eine hohe Buchungsklasse (Y, B) gibt frühen Zugang zur Sitzplatzwahl beim Online-Check-in. Statuskunden mit hoher Buchungsklasse bekommen als Erste Plätze mit mehr Beinfreiheit in der ersten Reihe oder am Notausgang – manchmal kostenlos, manchmal ohne den Extra-Legroom-Aufpreis.
ETKT steht für Electronic Ticket Number – die dreizehnstellige Nummer des elektronischen Tickets. Die ersten drei Ziffern sind der IATA-Code der Airline: 220 bei Lufthansa, 176 bei Emirates, 235 bei Turkish Airlines. Den ETKT brauchst du bei Ticketänderungen über das Callcenter der Airline sowie bei Erstattungen – er ist an Flug und Segment gebunden, während der PNR an den Passagier geknüpft ist.